Glori's Weinkeller
Glori's Weinkeller

Leserbrief zum Artikel „Vandalismus in Altstadt häuft sich“

Odenwälder Echo 2. Januar 2016

 

Wenn man diesen Artikel liest, könnte man glauben, das wäre ein völlig neuer Vorgang in der Stadt; diese Vorkommnisse gibt es schon lange, das Ausmaß ist erschreckend. Ich vermisse bei dem Artikel eine Stellungnahme vom Ordnungsamt.

 

In den vergangenen Jahren hat man immer Schuldige gesucht…und auch gefunden.

 

Alles, was in der Stadt passierte, schrieb man von Seiten des Ordnungsamtes „denen vom Weinkeller“ zu. Das war im alten Weinkeller durch die Hetzerei vom Vermieter schon so und hat sich auf den neuen WK übertragen.

 

 

Original Ton Ordnungsamt:

 

„Alles was in der Stadt passiert, ist euch zuzuordnen, weil ihr euren Laden am längsten auf habt“.

 

Aber…was ist geschehen, wir hatten geschlossen, als Sonntag auf Montag Randale in der Stadt war.

 

Wer die Szene kennt, weiß, dass Randale mit der Uhrzeit ganz wenig zu tun hat.

Zum einen sind die Vandalen die, welche von Kneipe zu Kneipe ziehen, da müsste man alle Kneipen schließen; zum anderen sind es die Stadtläufer, die in keine Kneipe gehen, die haben ihre eigenen Getränke dabei.

 

Von dieser zweiten Gruppe weiß man beim Ordnungsamt schon über längere Zeit Bescheid, man hat irgendwann als Reaktion auf Randale und Belästigungen an öffentlichen Plätzen Ruhebänke abgebaut, um diese herumlungernden Artgenossen zu beeindrucken; wer dies veranlasst hat, der hat zu diesem Zeitpunkt schon die Kapitulation eingeleitet.

 

Seit Jahren gibt es keine sichtbaren Maßnahmen, die die Randale in der Stadt verhindern oder eindämmen könnte. Oft habe ich das Thema angesprochen, die Antworten waren immer Ausflüchte wie „kein Geld, kein zusätzlicher Dienst, Sicherheitsdienst zu teuer.“ Von Seiten der Stadt wusste man immer was in der Stadt los war, aber man hat, warum auch immer, nichts für den Bürger Sichtbares dagegen unternommen.

 

Man wird wieder Schuldige suchen, man wird wieder auf den vom „Weinkeller“ deuten, denn, auch wenn die Kollegen mal lange geöffnet haben, wird der Weinkeller für vorgekommene Randale verantwortlich gemacht. Von Seiten des Magistrats glaubt man, dass sich das Problem mit dem WK von alleine lösen wird.

 

 

Original Ton: Schaut doch mal in den Pass von dem aus Schönnen.

So ein arroganter Mensch glaubt wirklich, dass dann die Probleme gelöst sind.

 

Es ist Irrglaube, davon auszugehen, dass, wenn der Weinkeller geschlossen wäre, die Leute früher nach Hause gehen; in diesem Fall würde sich das Ganze nur verlagern, so geschieht es seit 4 Jahren am Bienenmarkt; die Randale findet statt, nur irgendwo anders.

 

Auch eine Regelung, die auf Hetze des damaligen Vermieters in Richtung WK zurück geht.

 

Wir haben 2010 alles richtig gemacht, trotzdem nimmt uns und dem Betreiber der „Theke“ die Stadt jedes Jahr durch eine nicht gerechtfertigte Sperrzeitverlängerung viel Geld aus der Tasche.

 

Zum eigentlichen Thema: Man wird dieses Problem nicht mit nur Verboten lösen; irgendjemand muss diesen Irrgeleiteten sagen, dass sie etwas falsch machen, so wie ich es auch im Weinkeller tue.

 

Die meisten dieser Vandalen sind Mitläufer, in solchen Gruppen gibt es meistens nur zwei oder drei Akteure/Leithammel.

 

Vielleicht wäre es von Nutzen, wenn sich jemand aus dem Stadthaus mal ein Bild davon machen würde, was nachts in der Stadt abgeht, auch ich fahre auf dem Weg nach Hause eine Runde durch die Stadt, um zu sehen, wer da noch unterwegs ist und nicht in der letzten geöffneten Kneipe war.

 

Um auf den Imageverlust für die Stadt in dem Artikel zu kommen; da erstellt man für viel Geld ein Konzept zur Belebung der Stadt, nimmt den potenziellen Kaufkunden aber die Parkmöglichkeit in der Innenstadt, weil an Silvester die Weihnachtsbuden zum Teil noch stehen, was bei dem herrschenden Vandalismus ja auch ein gewisses Gefahrenpotenzial darstellt.

 

Laut Zeitungsartikel war es bestimmt eine richtige Entscheidung, die Figuren vorzeitig zu entfernen; wichtiger wäre es meines Erachtens gewesen, an Sylvester den privaten Sicherheitsdienst nicht, wie üblich an den Wochenenden, nur durch die Stadt fahren zu lassen, sondern eine Fußstreife durch die Stadt zu schicken.

 

Es war ja nicht in der ganzen Stadt Böllerverbot, man hätte diesen Einsatz zeitlich begrenzen können.

 

Auf der Treppe zum Weinkeller ist auch eine Serie von Böllern detoniert, das hat man noch zweimal praktiziert. Eine Fußstreife hätte vielleicht im Vorfeld abgeschreckt, nicht nur in meinem Fall, den ich aber selbst klären kann. Es wäre schon nicht schlecht, wenn man das Ohr mal ins Volk halten würde, und nicht nur auf die hört, die nur ihren eigenen Vorteil suchen; für die Sache sind eigentlich nur standhafte, objektive Zeugen gefragt.

 

Bei jedem Problem, das uns alle betrifft, sollten wir den Dialog suchen; es gibt bestimmt immer eine Gemeinsamkeit in der Sache; Schuldzuweisungen sind meistens Vorurteile.

 

Horst Wenzl Stellvertr. Betreiber von „Glori´s Weinkeller“

Erbach, 18.01.2016

 

 

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